40 ha Landwirtschaftliche Nutzfläche
davon 10 ha Acker
           30 ha Wiesen und Weiden
4 ha Wald
Eigengrund 21 ha
ca. 250 - 300 Juraschafe
(Schwarz Braunes Bergschaf)
 6-8 Zuchtwidder
plus Nachtzuchtlämmer
Ürsprünglich besaß unser Betrieb 18 Milchkühe (in Anbindehaltung - Kurzstand bis Mittellang,..) plus
Nachzucht und war Mitglied des NÖ. Rinderzuchtverbandes. Einen Stallneubau für Milchkühe mit
Kontigenterweiterung zogen wir aus wirtschaftlichen und arbeitstechnischen Gründen nicht in Erwägung.
Für Juraschafe haben wir uns entschieden:
- weil es eine sehr robuste und ruhige Rasse ist
- wegen der hohen Fruchtbarkeit und asaisonalen Ablammung
- da die Lämmer gute Tageszunahmen aufweisen
- weil reinrassige Lämmer zur Zucht verwendet werden können,
  andernfalls optimale Schlachtkörper aufweisen
- weil die Schur einmal jährlich ausreichend ist (kurzes Wollwachstum)
  und die Klauen robust sind
Die Umstellung erfolgte 2004 auf Jura-Mutterschafe mit Herdebuchzucht.
Im ersten Jahr waren es ca. 20 MS und es wurde der “alte” Rinderstall kostengünstig umgebaut. Im zweiten
Jahr waren es durch Zukauftiere und eigene Nachzucht 120 MS. Durch Flächenzugang wuchs der Betrieb auf
die heutige Grösse, wodurch ein Stallneubau erforderlich wurde.
Winterhaltung:
Der neue Stall ist in vier Boxen getrennt, davon werden drei für die Elterntiere und eine Box für die Nachzucht
genutzt.
In einer Box sind 80 bis 100 MS plus Lämmer untergebracht. Durch das gute Platzangebot von über 2m³/MS
werden auch die ablammenden Tiere nicht von Ihrer Gruppe getrennt sondern lediglich bei Bedarf mit
Steckfixhorden 1-2 Tage abgegrenzt.
In jeder Box ist eine Vorratsfütterung eingebaut, die jeweils mit 1 Heu-, 1 Maissilage- und 2
Grassillagerundballen befüllt werden. Der Vorrat reicht für 5 - 6 Tage. Die Mutterschafe erhalten kein Kraftfutter.
Lämmerkorn wird nur im Lämmerschlupf zur freien Entnahme angeboten.
Sommerhaltung:
Die Schafschur mit Klauenpflege findet bei uns Mitte März statt, somit Vorbereitung für die Weide.
Vor dem Weideaustrieb Ende April Anfang Mai werden auch noch Nachsortierungen der Mutterschafe für die
Bockzuteilung vorgenommen. Dann geht es ab auf die Weide (Koppelhaltung).
Wegen dem guten Mutterinstinkt müssen die Tiere zum Lämmern nicht in den Stall. Nur bei länger
andauerndem Regen und kaltem Wind  werden die neugeborenen Schäfchen samt Mutter vorsorglich ins
Trockene gebracht.
Bei dem täglichen Rundgang über die Weiden werden unsere Lämmer sofort mit Ohrmarken versehen, damit
es zu keinen Verwechslungen kommt.
Da das Juraschaf eine der fruchtbarsten Rassen ist, die in Österreich gehalten werden, kommen auch
Mehrlingsgeburten vor. Bei Drilling- und Vierlingsgeburten verbleiben nur zwei Lämmer beim Muttertier. Die
Anderen werden per Flasche bzw. per Lamking-Automat aufgezogen. Dies geschieht um einen Streit und
später auch das Aufbeißen des Euters zu vermeiden, sowie auch die Fruchtbarkeit vielleicht noch zu fördern.
Da sich die Mütter nach einer kräftezehrenden Mehrlingsgeburt schneller wieder erholen.
Pro Gruppe ist nur ein Bock zugeteilt. Ein Bockwechsel erfolgt nach einer Pause von mindestens einer Woche.
Die Lämmer werden in einem Alter von 9 bis 12 Wochen abgesetzt und kommen in den Aufzuchtstall. Wo
großteils das selbst erzeugte Futter - Maissilge, Gerste, Eiweißkonzentrat (durch Zukauf) und Heu 2. Schnitt
verfüttert wird. Der Verkauf der Lämmer erfolgt in einem Alter 4 bis 5 Monaten, die Besten zur Zucht oder die
Guten zur Schlacht.
Die Zucht der Rasse und die Mutterschafhaltung überhaupt erfüllt uns mit grosser Freude. Wir sehen auch in
Zukunft gute Perspektiven, vor allem in einer artgerechten und umweltschonenden Haltung. Es ist eine Sparte
der Landwirtschaft, in der noch kein Überschuss produziert wird. Da  der Bedarf in Österreich ohne Importe
noch immer nicht gedeckt werden kann.